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unser Verfahren

 
   
 
 

(VorgeschichteAusweg?Die LösungUnser VerfahrenDie PflegeSonderwünsche?Rechtliches)

Vorgeschichte

Bei vielen Oldtimern gehörten sie dazu wie der Deckel auf den Topf: weiße oder rote Ringe, die mal dezent dünn, mal protzig breit die Flanken der Reifen zierten und so den Anblick der Fahrzeuge auch aus der Ferne zu einem Genuß machten; hier bewegt sich etwas auf runden Rädern. Und auch wenn dieser Trend heute bei moderneren Fahrzeugen meist in Form von breiten, silber lackierten Felgen mit 16, 17, gar 18 oder mehr Zoll Durchmesser ausartete, so sind die klassischen Weißwandreifen noch lange nicht ausgestorben. Im Gegenteil scheint es zu einer neuen Mode zu werden, alte, klassische Autos wieder zu restaurieren und manchmal auch modernste High-Tech in alte
  Doch leider ist das Beschaffen der Orginalbereifung, also Reifen mit den auffallenden Ringen, schwierig bis fast unmöglich. So lassen sich vom amerikanischen Markt zwar manche Reifen besorgen, nur sind diese fast immer nicht für die europäischen Straßen zugelassen ("P"-Reifen, zu niedriger Speed-Index, etc.
).


Gleicher optischer Effekt: Weißwandreifen oder große Alu-Felgen

 
Ausweg?
 
  Aus diesen Gründen verbreiteten sich schnell sogenannte Zierringe, die rein äußerlich dem Orginalbild von Reifen aus alter Zeit ähnelten. Dabei wurden diese Kunststoffringe bei der Montage von schwarzen Reifen einfach zwischen Reifen und Felgenhorn geklemmt und legten sich so als "Weißwand" an die Reifenflanke. Auch wurden Verfahren entwickelt, Kunststoffringe direkt auf die Reifenflanken zu kleben, um die klassische schwarze Lücke zwischen Weiß und Felge zu erhalten. Doch beides wird von marktführenden Reifenherstellern strikt abgelehnt und in vielen Fachzeitschriften stark kritisiert. Denn der Reifen ist bei der Fahrt starken Walkkräften ausgesetzt. Und diese führen dazu, daß Reibung zwischen dem Reifengummi und den Kunststoffringen entsteht, die den Reifen mit der Zeit stark beschädigt. Außerdem zersetzen die Weichmacher im Kunststoff das Reifengummi darunter.
  Hinzu kommt noch, daß diese Zierringe meist nicht lange "gut" aussehen, sich aufgrund des Fahrtwindes von der Reifenflanke lösen oder durch Kantsteinkontakt zerreißen und so schnell zu unansehnlichen Schandflecken an dem so geliebten Wagen werden.
  Aber auch "ein"-vulkanisiertes Gummi, d.h. weißes Rohgummi, daß durch Hitze und Druck vom plastischen in den elastischen (gummiartigen) Zustand überführt wird, wird von den Reifenherstellern abgelehnt, da durch das Ausfräsen einer Rille aus der Reifenflanke die Reifenwand stark verdünnt, eventuell auch das Gewebe darunter verletzt wird. So wird der Reifen beim Vulkanisieren notgedrungen verformt. Deshalb muß auch dieses Verfahren zu Beeinträchtigungen des Fahrverhalten und der Haltbarkeit des Reifens und damit zu Sicherheitsrisiken führen.


Zwischen Reifen und Felge montierte Plastik-Ringe? Leider verboten!

 
Die Lösung
 
  Dem gegenüber wird bei unserem Verfahren weißes Rohgummi, das im vulkanisierten Zustand bis auf den Rußanteil, dem Schwarzmacher, mit dem Reifengummi identisch ist, "auf" die Reifenseite vulkanisiert. Dabei wird die Reifenflanke nur oberflächlich angerauht, um die Vulkanisierfläche zu vergrößern und die Schrift in diesem Bereich zu entfernen, wobei keine Schwächung der Flanke auftritt. Auch die Temperatur beim Aufvulkanisieren hat keinerlei negative Auswirkungen auf den Reifen. (Bei der Heizreparatur von Reifen treten die gleichen Temperaturen auf, und diese sollen den Reifen ja reparieren und nicht schädigen!)
  Außerdem wurde unser Verfahren bzw. das fertige Produkt von dem Reifenhersteller Kléber (Tochterunternehmen der Michelin) getestet und kein negativer Einfluß auf die Fahrstabilität, Sicherheit, Langlebigkeit und Walkfähigkeit des Reifens festgestellt.
  Und letzten Endes haben wir in den mehr als 15 Jahren Erfahrung mit diesem Verfahren keinerlei Probleme oder Reklamationen gehabt, geschweige denn unzufriedene Kunden.


Reifen mit ca. 40mm breiter, nachträglich aufvulkanisierter Weißwand


 
Unser Verfahren
 
  Wir haben mehrere Vulkanisierformen in den Größen 8 Zoll (20mm breit), 10 Zoll (20mm breit), 12 Zoll (20mm breit), 13 Zoll (20 und 40mm breit), 14 Zoll (20 und 40 mm breit), 15 Zoll (20 und 40 mm breit), 16 Zoll (20 mm und 40 breit) und bis zu 20 Zoll. Wählbar sind unterschiedliche Breiten von ca. 10 mm bis 20 mm, je nach Reifenquerschnitt und Seitenwandbeschriftung. Außer Weiß sind auch die Farben Rot, Blau, Grün oder Gelb möglich.


Damit decken wir die meiste Nachfrage an Weißwandreifen. Leider sind wir aber durch diese Formen dazu gezwungen, das weiße Gummi so auf der Reifenflanke zu plazieren, daß zwischen Innenkante Ring und Felgenhorn (Außenkante Felge) ca. 15 mm Platz ist. Weißwandringe sind variabel (z.B. 15" Ringe auf 14" Reifen).Es ist möglich, die Breite beliebig bis maximal 40 mm (20mm, siehe oben) auszuwählen. Am fertigen Produkt steht dann die Weißwand etwa einen Millimeter über der Reifenflanke.


Der Vredestein SPRINT CLASSIC in schwarz, mit ca. 20mm und mit ca. 40mm Weißwand

 
Pflege
 
  Unsere Gummimischung ist das Ergebnis eines langen Auswahlprozesses, so daß dessen Haltbarkeit optimiert ist. Das Gummi altert nachweislich nicht schneller als das normale Reifengummi, läßt sich unter normalen Umständen nicht vom Reifen lösen, verfärbt sich auch nach längerer Zeit nicht und läßt sich leicht mit Scheuermilch und Topfschrubber von Straßendreck und Bremsstaub reinigen. Bei hartnäckigeren Flecken kann auch angefeuchtetes, wasserfestes, feines Schmirgelpapier verwendet werden.
 
Sonderwünsche?
 
  Neben dem weißen Gummi können wir auch rotes, grünes und blaues Gummi verwenden und kombinieren. Der Phantasie sind nur die oben genannten technischen (und natürlich finanziellen) Grenzen gesetzt. Zum Beispiel läßt sich auf einem schon aufvulkanisierten roten Ring ein weißer heizen, um dann in der Mitte des weißen Ringes einen schmalen roten Ring frei zulegen. Das Resultat wäre ein Weiß-Rot-Weiß-Ring; dieses verlangt natürlich auch doppelten Arbeitsaufwand.
  Des weiteren können wir dieses Verfahren selbstverständlich nicht nur bei Oldtimerreifen anwenden, sondern auch modernere Reifen und Hochgeschwindigkeitsreifen mit Weißem oder Buntem versehen und ihrem Fahrzeug einen individuellen Touch verleihen.


aufvulkanisierter Rotring
 

In grün oder blau gefällig?
 

Selbst in Bunt ist alles möglich. Fragen Sie nach!

 
Rechtliches
 
  Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. in Verbindung mit dem Kraftfahrtzeugbundesamt hat uns bestätigt: "Das Herstellen von Weiß- und Bundwandreifen im ordnungsgemäßen Heißvulkanisationsverfahren nach der Richtlinie für die Instandsetzung von Luftreifen (§§ 29 und 36 StVZO) stellt im weitesten Sinne eine fachgerechte Reifenreparatur (Instandsetzung) eines E-(ECE-)gekennzeichneten Reifens dar. Durch diese 'Reparatur' geht zwar die Sachmängelhaftung (früher Gewährleistung) und die Produkthaftung auf den Ausführenden, wie bei einer Reparatur, über, der Reifen verliert aber nicht seine ursprüngliche E-(ECE-)Kennzeichnung."
  Allerdings sind wir als Ausführende dazu verpflichtet, unsere Weißwandreifen mit dem Herstellungsdatum (DOT-artig mit vierstelligem Datum) und unserem Firmenkürzel (d.h. Name und Telefonnummer) zu versehen, damit die Garantieansprüche gewährleistet sind.

 

unsere von hinten markierten Weißwandreifen; mit unserem Firmenkürzel und der DOT
gem. unserem Verfahren bis 11.12.2009


Siehe die neueste Information vom 11.12.2009
uns erteilte Bauartgenehmigung nach ECE-Regelung 108

 


Fazit: Auch beim TÜV werden Sie mit unseren Reifen keine Probleme bekommen.

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